| home > Alltägliches > Krieg und Demokratie | ||
|
Krieg und Demokratie |
||
|
Na, wer hätte das gedacht, eine Friedensdemo in Göttingen. Wie erwartet, versuchten Vertreter der Parteien, die im Verdacht der Vorbereitung eines Angriffskrieges stehen und wohlweislich gegen eine Abstimmung über ein Mandat für die am Krieg direkt beteiligten AWCS-Mannschaften sind, die Führung der Friedensbewegung zu übernehmen. Es waren auch andere Leute anwesend, eigentlich gehörte die Mehrheit der Anwesenden nicht zu den genannten Parteien. Klar, dass auch bei einer Friedensdemo allerlei Leute Flugblätter verteilten, aber das ein Vertreter der selbsternannten Friedensbewegung mit Polizeimitteln Flugblätter unterbinden will, ist schon merkwürdig. Nicht unweit von mir stand jemand und bot seine Blättchen feil, nun ja, das tun viele, dachte ich mir. Doch dann bahnte sich der Gewerkschaftsfunktionär Sebastian Wertmüller mit drei Polizeibeamten, zwei uniformiert, einer in zivil, den Weg durch die Menge und zeigte gestikulierend auf eben jenen einen von vielen Flugblattverteilern. Die Beamten wandten sich ihm gleich zu während Sebastian Wertmüller wieder in der Menge untertauchte. Immerhin, die Beamten redeten zwar anfänglich etwas bestimmend mit dem Dissidenten, verzichteten aber dann auf auf Beschlagnahme der Blättchen und Platzverweis. Klar dass ich mir so ein Blättchen mal durchlas, ist ja immer interessant, wenn was verboten werden soll. Tja, alles sachlich richtig was ich da las, Vorbereitung eines Angriffkrieges, Hinweise, dass Soldaten gesetzwidrigen Befehlen nicht gehorchen müssen und so. Tja, da hat er sich wohl verschätzt, die Beamten waren garnicht so antidemokratisch wie er es erhofft hatte. Gewickelchen, sowas will ich aber nun wirklich nicht häufiger erleben! Sebastian, das hast Du doch nun echt nicht nötig!! Selbstverständlich sollte unter diesem Ereignis nicht die Kooperation der Gewerkschaften mit anderen Gruppen leiden. Der für Rot-Grün redente Herr Ungerer versuchte sich dann auch als Friedenbote, Hinweise auf den noch immer stattfindenden Afghanistankrieg ignorierte er ebenso mit Leichenbittermine wie die auf den umstrittenen Einsatz der AWACS-Mannschaften und anderer aktiver Kriegsunterstützung durch seine Regierunghelden. Und dann wies noch jemand auf den Zusammenhang von Krieg und Sozialabbau hin, da hat er doch lieber das pathetische Maul gehalten... Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen!
© Christian Wetter 2003 Zusatz 06.09.2003: Herr Wertmüller geht inzwischen schon so weit, der AG Globalisierung und Krieg (Attac) der Tageszeitung taz gegenüber Antisemitismus zu unterstellen, mehr dazu unter: www.steinbergrecherche.com/aswertmueller.htm |
||
|
URL dieses Artikels: http://www.stattnetz.de/alltag/kriegunddemokratie/kriegunddemokratie.htm
Macht uns reich! Schenkt uns Geld!
|
||
|
||