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60 Jahre Nürnberger Prozesse

Bremen, 19.11.2005

An diesem Wochende erlebt die bundesdeutsche Politheuchelei mal wieder die groteskesten Urstände.

Anlaß ist das Gedenken an den Beginn des Internationalen Militärgerichtshofes zu Nürnberg vor 60 Jahren, bei dem manche Rassenkrieger und Vollnazis zum verdienten Tod am Strang verurteilt wurden, während andere, etwa der überzeugte Nationalsozialist, begeisterte SS-Mann und spätere Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer, wegen fehlender Unterlagen davonkamen.

Juristisch anerkannt hat die Bundesrepublik Deutschland die Nürnberger Prozesse nie wirklich, der Bundesgerichtshof drückte gar seine Ablehnung diesem Prozeß gegenüber aus. Kein Wunder, wechselnden doch die allermeisten Mordrichter des Nazi-Regimes ohne Probleme in den Dienst der BRD. Andere Urteile kamen dann durch die nazi-verseuchte Faschistenjustiz der frühen BRD zustande; so bezeichnet das Landgericht Köln Euthanasieopfer in seinem Urteil vom 25. Oktober 1951 als "unter der Nullstufe stehende Menschen". Das Landgericht Hamburg urteilte im April 1949, die "Euthanasie", also der Massenmord an Behinderten, sei nicht "a priori unmoralisch".

Während die Durchseuchung des Bundestages durch Nazi-Sekten à la Deutsche Unitarier unter dem Schröder Regime weiter blühte, und wohl auch unter der Merkel-Diktatur ("...Deutchland hat wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie...", O-Ton Merkel) weiter voranschreiten wird, ein Minister Clement sich das Unrecht herausnimmt, Arbeitslose als schlimmer als Parasiten zu bezeichnen, werden an diesem Wochenende von den Verantwortungslosen der Republik Krokodilstränen im Angesicht der Geschichte vergossen.

Nein, die Tränen der Täter von heute gelten nicht den Opfern des Faschismus, sie gelten den zu Recht gehenkten Tätern von damals, die den Tätern von heute offenbar als leuchtende Vorbilder dienen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass in den Protokollen der Nürnberger Prozesse alles notwendige zu den von USA und BRD so gerne "präventiv" geführten Angriffskriegen gesagt ist. Die Bundeswehr hat im Verfassungssinne und vor dem Hintergrund dieser Nürnberger Prozesse wirklich eine andere Aufgabe, als dem scheidenden Kriegs-Kanzler Schröder heute mit dem Zapfenstreich aufzuspielen; ihre Aufgabe wäre es, an seiner Verhaftung mitzuwirken und auch die bekennende Antidemokratin Merkel umgehend festzusetzen.

Tipp 1: Guantanamo, Rauchgift, Kundus und die Fragen eines klugen Mannes

Tipp 2: Von Werwölfen und anderen

Tipp 3: Hanns Martin Schleyer: "Auslese bedeutet immer zugleich Ausmerze" (sic!) (externer Link, www.nadir.org)

 

Ergänzung: Da ich per Mail darauf angesprochen wurde, stelle ich hiermit klar, dass ich die Tötung des Hanns Martin Schleyer ausdrüchlich nicht begrüße. Auch begrüße ich nicht, dass staatliche Stellen, die den genauen Aufenthaltsort, also in welcher Wohnung in welchem Hochhaus er gefangen gehalten wurde, kannten, keinerlei Anstrengungen zu seiner Rettung unternahmen. Nur weil er gesetzeswidrig getötet wurde, ist er jedoch kein Märtyrer!

Die bundesdeutsche Gesellschaft hätte diesem überzeugten Nationalsozialisten nie die Möglichkeit zu einer herausragenden Nachkriegskarriere bieten dürfen!

 

URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/60_jahre_nuernberg.htm

 

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© Christian Wetter 19.11.2005

 
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