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9000 Zwangsumzüge

Bremen, 28.09.2005

Jetzt, kurz nach der Bundestagswahl kommt die Wahrheit über die gezielte Massenverarmung durch Schredder und Co ans Licht.

Bremens Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) plant gegen Ende des Jahres Deportationsbescheide an 9000 Bremer Haushalte zu versenden, deren Miete durch Hartz IV nicht mehr gezahlt werden soll. Dass die Röpke sich für just diesen Termin für den Beginn der Massendeportation entschied, zeigt den Sadismus, mit dem die Senatorin ans Werk geht. Da es in Bremen keinen Ersatzwohnraum gibt, bleibt offen, wohin sie die 9000 Haushalte deportieren will. Von dieser absoluten Perspektivlosigkeit erfahren diese Haushalte dann wohl an Heiligabend.

Mit vornehmeren Worten als ich sie angesichts der ersten von deutschen Behörden geplanten Massendeportation nach dem Dritten Reich zu finden vermag, berichtete der "Weser Kurier", dass diese Mieten über der für Arbeitslose zulässigen Höchstmiete liegen. Genaue Daten, wie hoch diese Grenze ist, hat die Röpke dem Weser Kurier offensichtlich nicht mitgeteilt, sonst hätte er sie ja publiziert.

Offensichtlich will die Röpke massive Unsicherheit und Uninformiertheit unter allen Erwerbslosen in Bremen bewirken, alle sollen offenbar psychologisch so weit unter Druck gesetzt werden, dass es mehr Selbstmorde gibt, durch die die Röpke dann sparen kann. Psychologischer Staatsterror mit dem Ziel der Vernichtung ist in der BRD ja nichts Neues.

Tipps:

Suizid und Sozialamt

Tod und Sozialamt

Gottlob stößt die Röpke bei ihren Schäbigkeiten auf Widerstand gar in der eigenen Partei, der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, Frank Pietrzok, und und Juso-Chef Thomas Ehmke kündigten ihren Widerstand an. Frank Pietzorek will der Röpke-Vorklage in der Sozialdeputation nicht zustimmen.

Ich finde es ist an der Zeit, dass der Senat der Röpke die Papiere in die Hand drückt und sie in die wohlverdiente Arbeitslosigkeit schickt, am besten direkt in Hartz IV.

In besseren Zeiten wurden Leute wie das Röpke durch ein internationales Tribunal in Nürnberg dem Henker übergeben.

Eine literarische Ergänzung:

Im düstern Auge keine Träne
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:

Deutschland, wir weben dein Leichentuch,

Wir weben hinein den dreifachen Fluch -

Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten

In Winterskälte und Hungersnöten;

Wir haben vergebens gehofft und geharrt -

Er hat uns geäfft, gefoppt und genarrt -

Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,

Den unser Elend nicht konnte erweichen

Der den letzten Groschen von uns erpreßt

Und uns wie Hunde erschiessen läßt -

Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,

Wo nur gedeihen Schmach und Schande,

Wo jede Blume früh geknickt,

Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -

Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,

Wir weben emsig Tag und Nacht -

Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,

Wir weben hinein den dreifachen Fluch,

Wir weben, wir weben!

(Heinrich Heine - Die schlesischen Weber)

 

Ergänzung: Es gibt ein recht frisches Urteil, dem zufolge die tatsächlichen Unterkunftskosten übernommen werden müssen, die Röpke könnte also mit ihren Deportationsplänen noch an den Gerichten scheitern.
Tipp: http://www.de.indymedia.org/2005/10/129626.shtml

 

URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/9000_deportationen.htm

 

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© Christian Wetter 28.09. 2005

 
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