home > Politik > Vom Apfelbaum
 

Vom Apfelbaum

Bremen, 12. 02. 2010

Auf einem kleinen Hof lebten Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas in einer WG.
Das einzige Obst welches sie sich leisten konnten waren die Äpfel von ihrem Apfelbaum.
Der trug bestimmt 100 Kilo im Jahr!

Doch dann kamen Guido, Angela, Hanns und Martin. Hanns und Martin behaupteten, alle Dinge egal ob groß oder klein würden ihnen ganz allein gehören, außer den kaputten. Die kaputten Dinge würde alle Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas gehören, aber nur wenn sie wirklich ganz kaputt wären und absolut garnichts mehr damit anzufangen sei. Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas wären dann dafür verantwortlich, daß die kaputten Dinge verschwinden und niemanden mehr stören würden. Eigentum - gerade an kaputten Dingen - sei schließlich eine Verpflichtung für das Allgemeinwohl!
Guido und Angela, zwei pottenhässliche Schwestern, stimmten Hanns und Martin zu, denn sonst würden sie wieder Haue bekommen.

Als Ausgleich dafür bestimmten Hanns und Martin daß Guido und Angela Häuptlinge zu sein hätten. Die sollten die Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, daß alle nun Hanns und Martin zu gehorchen hätten. Dafür würden Guido und Angela mehr zu essen bekommen als Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas und sie dürften selbst die anderen verhauen. Die Guido und das Angela waren sofort davon begeistert.

Und so bestimmten Guido und Angela, daß Hanns und Martin immer das letzte Wort haben müssten und daß Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas von Sonnenaufgang bis 5 Stunden nach Sonnenuntergang für Hanns und Martin zu arbeiten hätten. Von den Äpfeln ihres Baumes würden sie jeder einen im Jahr bekommen, aber nur wenn sie immer fleißig waren und nie krank wurden oder mit anderen "Ausreden" bei der Arbeit fehlen würden. Von den anderen 99 Kilo Äpfel würden 90 Kilo an Hanns und Martin gehen und 9 an Guido und Angela.

Und so wichen Guido und Angela kaum von der Seite der vier nun "Arbeitsbienen" genannten WG-Mitglieder und schlugen den ganzen Tag mit Stöcken und Peitschen auf sie ein.

Nach ein paar Jahren bemerkten Hanns und Martin, daß der Apfelbaum mal mehr und mal weniger Äpfel trug. In einem Jahr trug er bloß 95 Kilo, im anderen 105. Dann wieder 95. Also mussten Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas faul sein. Denn wenn ein Wachstum von 10 Kilo Ertrag in einem Jahr möglich war, so lag das ganz klar an den weisen Bestimmungen, die zu erlassen Hanns und Martin den pottenhässlichen Schwestern Guido und Angela befohlen hatten. Es war also für Hanns und Martin logisch, daß der Apfelbaum jedes Jahr 10 Kilo mehr tragen würde als im Jahr zuvor. Wenn das nicht klappte, musste eben den vier Arbeitsbienen etwas weggenommen werden, Äpfel bekamen sie jetzt garnicht mehr. Klar, daß die jetzt von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang für Hanns und Martin schuften mussten.
Nicht daß sie noch faul und träge wie die spätrömischen Kaiser mit ihrem Faible für Frauenkleider und Eheschließungen mit Lustsklaven im alten Alten Rom werden würden.

Eines Nachts, Guido und Angela mussten gerade die Schwänze von Hanns und Martin lutschen, um einen halben Apfel mehr zu bekommen, und konnten so die anderen mal nicht überwachen und drangsalieren, nahmem sich Ulrike, Marie, Gudrun und Andreas schwere Knüppel und scharfe Beile und schlugen Hanns, Martin, Guido und Angela mausetot. Hui, da spritzte das Blut! Ui, was bettelte der Hanns um sein Leben! Hui, wie kroch Guido weinend auf allen vieren! Doch, ach, es nützte alles Jammern und Flehen nichts. Es musste doch ein Ende gemacht werden mit der Tyrannei.

Frieden und Wohlstand kehrten zurück auf den kleinen Hof. Und wenn nochmal jemand dort hinkommt und behauptet es gehöre alles ihm, der wird gleich verdroschen und windelweich geprügelt vom Hof gejagt.

Und so leben die Menschen wieder glücklich und zufrieden schon seit vielen Jahren.

 


URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/apfelbaum.htm

 

zurück nach oben

 

Macht uns reich! Schenkt uns Geld!

 


Christian Wetter 12. 02. 2010

 
Kostenloser Besucherzähler
 
   
zurück