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Rainer Barzel ist tot

Bremen, 26. 08. 2006

Im Gegensatz zu der Reaktion auf die Meldung der Erkrankung Fidel Castros gehen keine Bilder von tanzenden und jubelnden Menschen durch vor Glück geifernde Massenmedien.

Einen guten Rotwein war aber das heute bekannt gegebene Ableben des ehemaligen CDU-Vorsitzenden Rainer Barzel schon wert, auch wenn ich nicht wie Exilkubanische Radikalkapitalisten und Rassisten vor Glück auf der Straße tanze, wenn Krankheit oder Tod eines politischen Gegners bekannt werden.

Wer war Rainer Barzel?

Gemeinsam mit Franz Josef Strauß gründete er 1958 eine Organistation mit dem orwellschen Namen "Komitee rettet die Freiheit" welche vor allem dadurch bekannt wurde, daß sie eine Schmierenschrift mit dem Titel "Rotbuch" herausgab, in der rund 450 Personen des öffentlichen Lebens der damaligen BRD als "Kommunisten" gebrandmarkt wurden. Da die offenkundige Parallele zu dem Vorgehen der McCarthy-Ära (der Zeit des amerikanischen Faschismus) und sehr viele Strafanzeigen betroffener Menschen es erzwangen, distanzierte sich Rainer Barzel bald von diesem Machwerk.

Von ähnlich geringem Erfolg war sein langes Bemühen um die Einführung der Todessrtafe gekrönt, kein geistig gesunder Mensch mochte sich seiner Lust am staatlich verordneten rituellen Töten von Menschen anschließen.

Ein vergleichbarer Misserfolg war sein Bemühen während der ersten Großen Koalition das Verhältniswahlrecht durch das Mehrheitswahlrecht zu ersetzen, nur noch diejenigen, die über ausreichend hohe Parteispenden als für Gehorsam gegenüber dem Großkapital in der Lage sein würden, die Medienmacht an sich zu reißen und so die tumbe Masse zu deren eigenen Nachteil an die Urnen zu locken sollten in den Parlamenten vertreten sein, liberale und demokratische Positionen galt es aus seiner Sicht auszuschalten.

So bedauerlich der Tod eines Menschen auch immer ist, so sehr die Angehörigen, die ja zu diesem stets ein anderes Verhältnis haben als der politische Gegner, darunter leiden mögen, den Angehörigen gilt mein Mitgefühl. Meine Erleichterung aber, daß Rainer Barzel uns mit seinen antidemokratischen und menschenverachtenden Ansätzen nicht mehr schaden kann, bringe ich dennoch im Genuss eines guten Weines, den ich mir nur selten leisten kann, zum Ausdruck.

Falls Sie meine Haltung für schlecht halten, warum haben Sie geschwiegen, als exilkubanische Rassisten und Radikalkapitalisten die Krankheit und den "nahen Tod" Castros zur Freude unserer Massenmedien mit Straßenfesten bejubelten?

Die Einigkeit Barzels mit Castro in der Frage der Todestrafe, deren Anhänger beide stets waren, kann es wohl nicht sein, sonst würden unsere Massenmedien auf Krankheit und Tod Barzels anders reagiert haben...

 


P.S.: Nicht nur Rainer Barzel und Fidel Catro sind begeisterte Anhänger des rituellen Tötens von Menschen, welches sie als "Todestrafe" verkleistern, auch George "Johnny" Walker Bush, derzeit (2006) amtierender US-Präsident gehört zu jenen, von deren offenkundig sexuellen Vorlieben diese Art der Objektmachung von Menschen nicht zu trennen ist. Näheres erfahren Sie beim Studium der Schriften praktizierender Psychiater, die ja öfter mal mit Leuten konfrontiert werden, in deren analer Phase was schiefgelaufen ist.

Zitat: <ANALE PHASE: (auch sadistisch-anale Phase) zweites bis drittes Lebensjahr; Thema:
Ausscheidung und Befriedigung der Agressionen. Sadismus wird hier als Triebmischung von Eros und Thanatos gesehen und es geht um den Kampf um die Exkretionen bzw. die Reinlichkeitserziehung, wobei der damit verbundenen Macht der Eltern das Erleben der eigenen Macht (geben vs. verweigern) gegenübersteht.> Zitatende

zitiert nach: psychologisches Glossar der Universität Münster


URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/barzel_tot.htm

 

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Christian Wetter 26. 08. 2006

 
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