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Warum nur lahmt der Binnenmarkt? |
Bremen, den 14.06.2005
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Seit vielen Jahren ist Deutschland Exportweltmeister, ein eher winziges Völkchen mit gerade mal 80 Millionen Einwohner exportiert mehr als jede andere Volkswirtschaft der Welt, mehr als die USA, mehr als 1,2 Milliarden Chinesen, mehr als über eine Milliarde Inder. Da wir seit ewigen Zeiten weit mehr am Export verdienen, als wir für Importe ausgeben, müsste eigentlich davon ausgegangen werden, dass der immense Aussenhandelsüberschuss im Binnenmarkt für blühende Landschaften sorgt, im Grunde müsste man schon fast eine Turboinflation befürchten, wegen des vielen Geldes, das ja im Warenverkehr sein sollte. Eigentlich kaum vorstellbar, dass so viele Waren produziert werden könnten, wie sie im Binnenmarkt bei diesen Überschuss nachgefragt werden müssten. Es fragt aber im Binnenmarkt niemand was nach, denn es hat niemand mehr Geld in der Tasche. Inflation ist fast ein Fremdwort, nur die künstliche Verteuerung durch staatliche Intervention verhindert, dass wir hier in der Deflation landen. Ökosteuer, Gesundheitsgebühren, Tabaksteuer, staatlich verordnete Höchstpreise beim Gas, Zwangsmaut, Pi-Pa-Po-Gebühren und Sonderabgaben halten den Preis des "Warenkorbes" künstlich aufrecht. So sehr droht schon Deflation, dass zur künstlichen Preisstabilisierung sogar an eine Erhöhung der Mehrwertsteuer gedacht wird. Armut ist Alltag, Geiz ist nicht geil, sondern überlebenswichtig. Wie kommt es, dass der dem Exportweltmeister ausgerechnet der Binnenmarkt wegbricht und das Exponentialwachstum der Armut um die Ohren fliegt? Ganz einfach, die Finanzterroristen geben kein Geld in den Umlauf, alles geht in Spekulation, in einen lukrativen Mix aus Hedge-Fonds und Rentenpapieren. Je mehr Geld die Finanzterroristen an Löhnen weggeizen, desto mehr haben sie für ihre Spekulationsgeschäfte. Je mehr sie in Spekulationsgeschäfte stecken, desto stärker wird aus Dividendengründen Personal abgebaut. Die daraus folgende Massenarbeitslosigkeit hat für die Finanzterroristen nur Vorteile. Je mehr Arbeitslose es gibt, desto niedriger können sie die Löhne der verbleibende Beschäftigten drücken. Und: Je höher die Massenarbeitslosigkeit, desto mehr muss der Staat sich verschulden, das tut er natürlich über Rentenpapiere, die von dem Geld, welches die Finanzterroristen im Export verdienen gerne als Spekulationsobjekt gekauft werden. Als Folge davon gerät der Staat in immer größere Abhängigkeit von den Finanzterroristen. Schon lange bestimmt nicht mehr die Willensbildung der Bevölkerung die Politik, sondern die Befehle der Finanzterroristen. Durch ihre Lohndrückerei haben die Finanzterroristen eine derartige Massenarbeitslosigkeit geschaffen, dass die Selbstabschaffung des Staates durch Bankrott unmittelbar bevorsteht. Dann werden die Terroristen die uneingeschränkte Herrschaft ausüben, der Wegfall sämtlicher Sozialleistungen stellt ihnen dann die gesamte Bevölkerung als Sklaven zur Verfügung. Dann können die Finanzterroristen ungebremst nach perverser Lust und Laune Plündern, Morden und Brandschatzen. Ein Blick auf die langjährige Entwicklung der Reallöhne von 1995 bis 2004 in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern macht deutlich, wie sehr das Wirken der Finanzterroristen gerade in der BRD zu spüren ist: Schweden: +25,4 %
Seit 1995 sind die Reallöhne in der BRD um 0,9 % geschrumpft, natürlich bei den Beziehern kleiner Einkommen um weit mehr, Spitzenverdiener haben in dieser Zeit auch in Deutschland deutlich mehr verdient, aber Spitzenverdiener sind ja auch in den meisten Fällen identisch mit den Finanzterroristen, zumindest aber deren Statthalter... Bei diesen Fakten ist es gut zu wissen, dass der alltägliche "Eigentumsbegriff" ein bloßes psychopathologisches Konstrukt ist, tatsächliches Eigentum aber ausschließlich der Allgemeinheit zukommt. Dringender als je steht die Allgemeinheit in der selbstverantwortlichen Pflicht, sich besser um ihr Eigentum zu kümmern und die Finanzterroristen dorthin zu jagen wo deren verdienter Platz ist, in den Orkus der Geschichte! Tipp 1, zur Eigentumsfrage: Wem gehört das Kapital? Tipp 2: Was ist Finanzterrorismus? Tipp 3: Staatsbankrott durch Sozialabbau Tipp 4: Staatsverschuldung muss nicht sein Tipp 5, fast schon historisch: Demo am 1. November 2003
URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/binnenmarkt.htm
Macht uns reich! Schenkt uns Geld!
© Christian Wetter 14.06. 2005 |
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