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Nordkorea testet Atombombe |
Bremen, 09. 10. 2006 | |
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Heute früh meldete Nordkorea den "erfolgreichen" Test einer eigenen Atombombe und gilt seitdem als komplett ungehorsam gegenüber Befehlen aus dem Oral-Office in Washington. Der Schrei nach schärfsten Bestrafungen gellt durch die Presse der Gehorsamen. Irgendwo zwischen 0,5 und 15 Kilotonnen TNT habe die Sprengkraft der unterirdisch gezündeten Bombe betragen, wie sogenannte Experten anhand der seismischen Wellen errechnet haben wollen. Die Länder, die auch heute Mittag noch als komplett hingebungsvoll gehorsam gegenüber dem Oral-Office gelten, melden übereinstimmend daß ihre Geologen ein Beben der Stärke 3,3 bis 3,6 und somit etwa 0,5 bis 1 Kilotonne Sprengkraft errechnet hätten. Aus Staaten die nicht zum zu den uneingeschränkten Vasallen des US-Imperiums gehören kommen Meldungen deutlich höherer Bebenstärken und somit höherer Sprengkraft. 15 Kilotonnen Sprengkraft würden in etwa der Stärke der Hiroshimabombe entsprechen. Die Daten des US-Imperiums ließen, soweit sie stimmen würden, zweierlei Schlüsse zu. Entweder muss Nordkorea einen Atombombentest mit konventionellem Sprengstoff vorgetäuscht haben, oder aber über die Hochtechnologie verfügen, Kernwaffen mit einem Sprengssatz weit unterhalb der sogenannten kritischen Masse zu zünden. Die mehr oder weniger deutlich geäußerten Zweifel an der Reife der nordkoreanischen Technik weisen darauf hin, daß es im US-Imperium eine Vorliebe für die These des gefälschten Atombombentests gibt. Technisch möglich wäre eine solche Fälschung allemal, zumal 500 Tonnen TNT lediglich ein Volumen von 300 Kubikmetern haben, was einen Würfel von rund 6,7 Metern Kantenlänge entspräche. (ein cm3 TNT wiegt 1,65 Gramm, macht bei 500 Tonnen 303,03 Kubikmeter, halt rund 6,7 Meter Kantenlänge - da es heutzutage wesentlich brisantere konventionelle Sprengstoffe als TNT gibt, dürfte man für dieselbe Sprengkraft mit wesentlich geringerem Volumen auskommen können.) Nach Informationen westlicher Wissenschaftler ist es bei vorhandenem Know-How möglich, Atombomben mit der Sprengkraft von nur 100 Tonnen TNT zu bauen, die sogenannten Mininukes. Da es allerdings aus Ländern, die nicht zum US-Imperium gehören, Angaben über eine Bebenstärke von etwa 4,6 auf der Richterskala und somit Hiroshimasprengkraft gibt, dürfte es sich bei den Angaben aus dem US-Imperium um die üblichen Lügen in Militärangelegenheiten handeln. Wer keine Massenvernichtswaffen hat, dem werden sie angedichtet, wer doch welche hat der wird als unglaubwürdig dargestellt. Es drängt sich mir der Verdacht auf, als wolle das US-Imperium einen eher psychologischen Druck aufbauen, damit Nordkorea weitere Tests durchführt und dabei sein Arsenal verringert. Geht man davon aus, daß Angaben, die nicht aus dem direkten Einflußbereich des US-Imperiums stammen, wegen zu erwartender höherer Neutralität eine höhere Glaubwürdigkeit haben als die aus "Ozeanien" <ist im Krieg...> (sic!) ist die wahrscheinlichste Annahme die, daß Nordkorea mit dem für Hauptschüler zugänglichen Wissen um die kritische Masse angereicherten Urans eine recht primitive Bombe nach dem Muster der 1945 von den USA auf Hiroshima abgeworfenen Kernwaffe zündete. Eine Uranatombombe von dermaßen altbackener Bauart, bei der vermutlich rund 85 kg Uran plus recht großzüger Ummantelung mit konventionellem Sprengstoff zur Aufrechterhaltung der "kritischen Masse" während der entscheidenden Millisekunden der Kettenreaktion etc. pp. benötigt werden, dürfte aber kaum mit den Nordkorea zur Verfügung stehenden Trägersystemen über größere Distanzen befördert werden können, direkte Gefahren für die Metropolen der Westküste Ozeaniens (USA) dürfte es also nicht geben. Der jetzige Stand der nordkoreanischen Kernwaffentechnologie dürfte also kaum mehr ermöglichen, als eine nukleare Gegenschlagsoption gegen Teile Südkoreas im Falle eines Einmarsches von Bodentruppen von Südkorea aus, wie er gelegentlich in den Phantasien von westlichen Militärs durchgespielt wird. Wer in den Jahren des "kalten Krieges" zwischen NATO und Warschauer Pakt das atomare Wettrüsten als friendensstiftenden Segen des Gleichgewichtes des Schreckens verkaufte, steht jetzt in der moralischen Pflicht, Nordkorea für diesen Atombombentest zu danken und ein "segensreiches" Wettrüsten zwischen Nordkorea und Südkorea zu fordern... (Wie hirnrissig! Aber so war der "kalte Krieg"!) Wer immer noch nichts vom Gleichgewicht des Schreckens hält, zumal dies nur bei rationalen "Spielern" funktioniert, also religiös-eschatologische Fundamentalisten à la George "Johnny" Walker Bush mit diesem von rationalen Entscheidungsträgern ausgehenden Szenario nicht zu kalkulieren sind, wird gebeten, sich meine Gedanken zum Tode Edward Tellers, des Erfinders der Wasserstoffbombe, zu Gemüte zu führen. Ansonsten gilt immer noch: "Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin" Ergänzung 09.10.'06 18.53 Uhr: Inzwischen gehen auch US-Medienberichte von einer Bebenstärke von 4,2 nach Richterskala aus, offenbar bereitet sich "Ozeanien" darauf vor, öffentlich anzuerkennen, daß Nordkorea eine einfache Kernwaffe gezündet hat. Tipp 1: Gedanken zum Tode Edward Tellers (Stattnetz-Artikel vom 11.09. 2003) Tipp 2: http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman) (George Orwell, 1984 - dort sind 'Ozeanien' und die anderen Diktaturen ständig im Krieg - Außenpolitik zwecks Unterdrückung nach innen) URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/bomben_kim.htm
Macht uns reich! Schenkt uns Geld!
Christian Wetter 09. 10. 2006 |
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