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Teile und herrsche! |
Bremen, 20.09.2005 | |
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Lange genug hat die Nomenklatura der untergehenden BRD die Bevölkerung nach genau diesem Motte des "teile und herrsche" gespalten, gegeneinander ausgespielt und verhetzt. Trotz Okar Lafontaine ist es der SED (nennen wir das Kind ruhig beim Namen) gelungen, so stark in den Bundetag einzuziehen, dass weder Schröder noch das Merkel Kanzler werden können, auch wenn sich beide je so aufspielen, als wären sie es schon. Das Merkel hält sich für Kanzler, weil es wenig Stimmen bekommen hat, Schröder nun hält wiederum sich für den neuen Kanzler, weil er noch weniger bekam. Kein Wunder also, dass sich im Prinzip jeder für den Kanzler hält; je weniger Stimmen jemand bekam, umso größer scheint die Verpflichtung zu sein, die Regierung zu bilden. Also eigentlich bin dann ja ich der Kanzler, da ich nachweislich überhaupt keine Stimme bekam! Nicht eine einzige! Noch nichtmal kandidiert habe ich. Nach der Logik von Schröder und Merkel bin ich jetzt also mindestens Großkanzler... Soviel also zum Gagaismus eines sterbenden Systems. So böse war das Stimmvieh gar, eine noch bösere Partei ins Parlament zu wählen, die durch ihre bloße Existenz das System ad absurdum führt. Für schwarz-gelb reicht es nur mit den Kiffern von den Grünen, für rot-grün nur mit der Spaßpartei, und eine große Koalition gibt es nur ohne Schröder, dafür aber dann bald ganz ohne SPD, da die dann gänzlich zu Gunsten der SED zerbröselt. Viele der Grünen würden schon gerne mit den Unionsparteien, die auf 27,7 bzw. 7,5 Prozent kamen, und der Spaßpartei. Die Schwampel, bzw. Jamaika-Koalition hätte das erfrischende Moment, dass die rechtsextreme CSU allerkleinste Partei der Koalition wäre, unbedeutender als Grüne oder Spaßpartei. Nur "leider" würden dann wohl die Grünen zugunsten der SED zerbröseln, obwohl sie über eine superreiche Wählerschaft verfügen, gibt es dennoch eine Basis, die kaum mit der CSU in einem Boot sitzen möchte.. Kaum betritt die neue Linke die Bühne, gibt es für die Allparteienkoaltion des ungebremsten Kapitalismus und der hemmungslosen Habgier der Reichen nichts mehr zu lachen. Ein Haufen Irrer, bisher stets einig, wenn es darum ging, der gebrechlichen Renterin von gegenüber hämisch grinsend den Gehstock wegzutreten, fällt plötzlich übereinander her und gerät im eigenen Luxusladen ins Hauen und Stechen. Das Stimmvieh hat sich nicht mehr für blöde verkaufen lassen, hat sich nicht ÄHNDSCHIE und GÄRD als Alternativen vormachen lassen, zwischen denen es zu wählen hätte. Nein, das böse Stimmvieh hat SED gewählt und damit die ganze verlogene Kacke einmal so richtig aufgekocht. Gerade diejenigen, die von der Allparteienkoalition der Menschenfresser betrogen, ausgeraubt und gedemütigt wurden, haben wie ein guter Kampfsportler gehandelt, und das "divide et impere" auf die Kriminellen selbst angewandt. Regierungsbildung ist jetzt nur um den Preis der inneren Spaltung der beteiligten Parteien zu haben. Jetzt zeigt sich, dass die Kriminellen nicht in der Lage sind, mit schwierigen Situationen umzugehen, dass die etablierten Parteien politik- und regierungsUNFÄHIG sind! Selbst eilig angesetzte Neuwahlen mit dem Ziel, dass das Stimmvieh wieder zu seinem alten Glauben an die Verbrecher zurückkehren möge, sind für die Etablierten keine Lösung, noch mehr Stimmvieh liefe ihnen davon und die SED hätte noch mehr Stimmen. Auch bei Neuwahlen bliebe es dabei, dass die Etablierten keine Regierung ohne Selbstzerfleischung bilden können. Und ganz ehrlich, überzeugt von der Ehrlichkeit der SED bin ich nun wirklich nicht, auch der bei ihr durchschimmernde Arbeitsfetisch stößt mich eher ab, als dass er mir sympathisch wäre. Aber sie eignet sich hervorragend dazu, einen Keil der Selbstzerfleischung in die bisherige Allparteienkoalition zu treiben und diese gegeneinander aufzuhetzen. Mögen sie einander doch die Schädel einschlagen, ich weide mich an deren Selbstzerstörung. Doch, eine Lösung gäbe es. Die Unionsparteien und die SPD müssten kommunistisch* werden, um wieder wählbar zu sein. Dann blieben aber die Parteispenden der Kapitalisten aus, in deren Ärschen die Etablerten sich so wohl fühlten und die schwarzen Konten würden veröden... So oder so, die längst überfällige Selbstzerfleischung des Kapitalismus hat begonnen, mit Wonne schaue ich ihm dabei zu. Selten war Macht tragischer als heute, wo das Stimmvieh verstanden hat: divide et impere!
* Kommunisten sind nach Meinung der maßgeblichen Massenmedien alle Parteien, deren Angehörige sich für Arbeitnehmerrechte und die Rechte von Rentnern und Arbeitslosen ausprechen. Ergänzung: Der rechtsextreme Hisoriker Arnulf Baring fordert als Konsequenz aus der Wahlschlappe der kapital-faschistischen Kräfte den Führerstaat per Notverordnung nach Vorbild der Wegbereiter Hitlers. http://www.de.indymedia.org/2005/09/128572.shtml Schon Angela Merkel forderte vor kurzem die Abschaffung der Demokratie: "Zonen-Geli im Glück: Kanzler gewinnt Misstrauen" Tja, das Stimmvieh hat der Diktatur nicht gehorcht, jetzt werden eben "andere Saiten" aufgezogen... Artikel 20 des Grundgesetzes mit seinem Recht auch zu bewaffnetem Widerstand abzuschaffen, wird vermutlich als nächstes auf der Agenda der Staatsfeinde im Bundestag stehen. Wie gesagt, die Kacke kocht jetzt richtig hoch! Mehr Selbstzerfleischung der Kapitalisten!
URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/divide_et_impere.htm
Macht uns reich! Schenkt uns Geld!
© Christian Wetter 20.09. 2005 |
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