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Vom Frieren und den Kriegsschiffen |
Bremen, 21. 11. 2008 |
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Weil immer Menschen in Westeuropa im Winter in ungeheizten Wohnungen frieren müssen, wird über den Kriegsschiffeinsatz der Armeen gegen die Piraten im golf von Aden die Gewohnheit geschaffen, Polizeiaufgaben unter den Befehl der Kriegsminister zu stellen. Man tut, als wäre Piraterie im Golf von Aden oder der weit schlimmer betroffenen Straße von Malakka ein über Nacht komplett überraschend hereingebrochenes Phänomen. Gerade dann, wenn in Europa damit zu rechnen ist, daß die Frierenden sich rächen könnten und die Polizei mit der Bekämpfung eines solchen Aufstandes mit Sicherheit überfordert sein dürfte. Da die grundgesetzlich zuständige Bundespolizei über nicht genügend bewaffnete Schiffe für den Einsatz gegen Piraten verfügt, bereitet das Merkel-Regime in Berlin die Ausweitung der Aufgaben des Militärs um Polizeieinsätze vor. Typische Logik. Wenn die Polizei nicht genügend Material hat, muss die Armee mehr Befugnisse haben. Das ist ganz klar für das Bonzenpack. Als die Gesundheitsversorgung dramatisch schlechter wurde, begann man ja auch "erfolgreich" den Einsatz der Ein-Euro-Jobber auf den durch immer mehr Armenbegräbnisse immer weniger lukrativen Friedhöfen. Logische Konsequenz für das Bonzenpack. Und nun frieren immer mehr Menschen in Westeuropa in ungeheizten Wohnungen. Allein in Österreich bleiben nach Angaben der kirchlichen Organisation Caritas diesen Winter aus Armutsgründen 315.000 Haushalte komplett ungeheizt. Da die durchschnittliche Haushaltsgröße in Österreich 2,32 Personen umfasst, sind 730.800 der 8.348.233 Österreicher (rund 8,8 %) von winterlicher Kältenot betroffen. Zahlen aus Deutschland sind wegen der hier herrschenden Zensur nicht verfügbar, sie dürften aber wegen der europaweit gleichgeschalteten Wirtschafts- und Sozialpolitik im selben Prozentbereich liegen. Und, was meinen Sie, wie lange wird es dauern, bis die Kälteopfer des Kapitalismus merken werden, daß es sich prima mit dem Holz aus Bausubstanz und Inventar der von Bonzen bewohnten Villen heizen läßt? Tja, und weil europaweit nicht nur das Merkel-Regime nebst sympathisierendem Bonzenpack eine ganz eigene Logik hat, werden eben nicht Löhne und Sozialleistungen erhöht, um die Menschen vor der Kälte zu bewahren, sondern eben kurz der Einsatz der Armee gegen das eigene Volk in die Wege geleitet. Das mit der Gesundheitsreform und den Ein-Euro-Jobbern auf den Friedhöfen hat ja auch geklappt. Wenn es nach den Bonzenschweinen in Europa geht, gehört die Sozialpolitik zur Polizeiarbeit, und die Polizei in die Hand der Kriegsminister. Die Angst, das verdiente Schicksal der französischen Bonzen während der Jahre nach der segensreichen Revolution von 1789 teilen zu müssen, raubt den kapitalistischen Jammerlappen und Schlappschwänzen seit Jahren den Schlaf. P.S.: Auf die simple Idee, der Polizei die für den Einsatz gegen die Piraten benötigte Schiffe, den Kranken Medizin und den Armen den verfügaren Anteil am Wohlstand zu geben, kommt kein Schreiberling der gleichgeschalteten Systempresse.
URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/frieren_kriegsschiff.htm
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Christian Wetter 21. 11. 2008 |
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