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Will Israel den Dritten Weltkrieg?

Bremen, 28. 07. 2006

Ich glaube nicht, daß die israelische Regierung den Dritten Weltkrieg auslösen will, ich glaube, daß die israelische Regierung in ihrem politischen Kalkül dumm ist. Meiner persönlichen Einschätzung nach haben wir ihn schon längst, den Dritten Weltkrieg, nur wird er eben im offiziellen Sprachgebrauch bisher nicht so benannt. Zum Einen haben wir den "weltweiten Krieg gegen den Terror", eine Sprachregelung der us-geführten NATO, die nur schwach verschleiert, daß man den Dritten Weltkrieg schon längst führt. Aber man ist ja lediglich "präventiv defensiv" tätig, wie schon 1939 bloß "zurückgeschossen" wurde.... Zur Frage der Präventivkriege möchte ich den ehemaligen (zu Kohls Zeiten) Staatssekretär des Verteidigungsministeriums aus einem seiner Schreiben des Jahres 2003 an den damaligen Minister Struck zitieren: "In den Protokollen des Nürnberger Prozesses ist dazu alles Notwendige gesagt." (mehr dazu: Guantanamo, Rauschgift, Kundus und die Fragen eines klugen Mannes)

Die verschiedenen Kriege und "Krisengebietslagen" unter hofierter Beteiligung der Günstlinge der radikalkapitalistischen Staaten, z.B. derzeit Kongo, tragen für mich mit dazu bei, von der Befindlichkeit im Dritten Weltkrieg auszugehen.

"Bis Weihnachten sind unsere Soldaten zurück" (Wilhelm II, deutscher Kaiser, 1914)

"Bis Weihnachten sind unsere Soldaten zurück" (Dr. Franz Josef Jung, CDU, deutscher "Verteidigungs"-Minister, 2006)

Aber was hat das jetzt mit Israel zu tun?

Ganz einfach, der Radikalkapitalismus braucht noch einen Sündenbock, dem er die Kriegsschuld in die Schuhe schieben kann, wenn man irgendwann die Öffentlichkeit nicht mehr darüber täuschen kann, daß der Dritte Weltkrieg ja schon längst begonnen hat. Für die Interessen der radikalkapitalistischen Staaten im Nahen Osten sind diese, so denke ich, jederzeit bereit, das Leben aller in Israel lebenden Juden zu riskieren. Möglich auch, daß mit der Sündenbockfunktion dann das vollendet werden soll, was Rommels Truppen durch ihre Niederlage vor El Alamein nicht umsetzen konnten. Schließlich sollten Rommels Truppen mit der SS sämtliche im damaligen Palestina lebenden Juden vernichten. Amin al-Husseini, der damalige Großmufti von Jerusalem und Begründer der bosnisch-muslimischen Division der Waffen-SS hätte sich sicher gerne daran beteiligt. Seine ideologischen Nachfahren brennen darauf, umzusetzen, was er nicht schaffte, mögen sie nun UCK heißen oder Hizbollah.

Besser kann es der Radikalkapitalismus nicht treffen, einen Weltkrieg um die Ressourcen führen, die Kriegsschuld auf "die Juden" abwälzen, und dann noch den Holocaust wiederholen lassen.

Warum versagt der Kapitalismus den Menschen immer weitere Sozialleistungen, warum fördert er es tatkräftig, daß Hizbollah und Mili Görüs sich als soziale Helden feiern lassen können, die eine soziale Sicherheit bieten, die die Staaten im Auftrag von Bertelsmannstiftung und Co den Menschen vorenthalten? Schon früher gehörte es zur Strategie, daß der Staat sich nicht um die Menschen kümmerte und viele in die SA eintraten um wenigstens neue Kleidung zu bekommen, die sie sich in ihrer vom Staat gewollten Armut nie hätten kaufen können!

Und die derzeitige israelische Regierung rennt dem Kapitalismus blindwütig in die Falle. In der Wahrnehmung vieler Menschen im südlichen Libanon ist die Hizbollah schon längst im Status des "sozialen Helden" während Israel als vernichtende Bedrohung wahrgenommen wird. Das Geld, was die israelische Regierung für Kriegseinsätze im Puverfass ausgibt, wäre in sozialer Infrastruktur im südlichen Libanon weit besser angelegt. Aber dann bliebe die heuchlerische Pseudosolidarität der westlichen Radikalkapitalisten und Kriegshetzer wohl aus.

Fazit: Wir befinden uns schon längst im Dritten Weltkrieg und "Dank" der Dummheit der israelischen Regierung wird die Schuld daran demnächst "den Juden" in die Schuhe geschoben. Und ist Israel erst vernichtet, gibt es in der arabischen Welt nicht mehr den einigenden Feind, die innerarabischen und arabisch-persischen Spannungen werden eskalieren. Die Notwendigkeit, den "Neuen Nahen Osten" (Wortschöpfung von Condoleeza Rice) dauerhaft "friedensichernd" mit NATO-Truppen zu besetzen, wird man der Weltöffentlichkeit dann schon billigst verkaufen können. ("Man hat ja gesehen, was passiert, wenn man die faschistischen Moslems nicht ständig unter Kontrolle hat, die zweite Shoa darf sich nie wiederholen" etc. könnte dann Mainstream sein.) Nebenbei hat die NATO dann noch die volle Kontrolle über das Öl.

Was tun? Hoffen, daß die moslemisch geprägten Staaten Israel erhalten wollen, um den einigenden "Feind" nicht zu verlieren? Denn dann sähen die NATO-Faschisten alt aus.

Tipp 1: http://www.freitag.de/2006/30/06300301.php (Otto Köhler, Wir sind Deutschland und Du bist Bertelsmann, Artikel im Freitag, 28.07.2006) <eingefügt am 28.07.2006>

Tipp 1b) http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=479867 (die Verflechtungen der radikalkapitalistischen Bertelsmann-Stiftung, oder warum RTL, SPIEGEL, Stern und andere gleichgeschaltete Medien für Krieg und gegen Arbeitslose hetzen)

Tipp 2: Guantanamo, Rauschgift, Kundus und die Fragen eines klugen Mannes

Tipp 3: Der Sinn des Sozialraubes: Krieg

Tipp 4: Test der Wahrheitsfreiheit

Tipp 5: Von Werwölfen und anderen

Tipp 6: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23322/1.html (Armageddon und der apokalyptische "Holocaust" von Peter Bürger - Hinter der "pro-israelischen" Haltung evangelikaler Endzeitchristen in den USA verbirgt sich ein schlimmer Antijudaismus) <eingefügt am 12.08.2006>


URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/israel_weltkrieg.htm

 

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Christian Wetter 28. 07. 2006

 
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