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Ein Kind pro Jahr, ansonsten Haft?

Bremen, 16.03.2006

Die Geburtenrate in Deutschland hat den niedrigsten Stand seit 1945 erreicht, das völkische Spektrum der Politkaste verfällt in Panikattacken, läßt sich aber nicht psychiatrisch dagegen behandeln.

Man muss unter galoppierender Demenz leiden, wenn man verwundert ist, dass bei einer seit Jahren 2-stelligen Jungendarbeitslosenrate mit ständig steigender Tendenz und gesetzlich vorgeschriebener Sippenhaftung im Armutsfall bei gleichzeitig im Sturzflug befindlichem Reallohnniveau immer weniger Kinder gezeugt werden.

Wer außer mit staatlichen Wurfprämien subventionierten Hochverdienern kann sich denn heute noch Kinder leisten? Normale Arbeitnehmer haben Glück, wenn sie noch 6 Euro brutto pro Stunde verdienen, immer mehr müssen für unter 3 Euro brutto Stundenlohn arbeiten, wenn sie überhaupt noch Arbeit haben.

Aber auch diejenigen, die noch etwas mehr verdienen, wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie bald für unter 3 Euro schuften müssen, schon eher eine Garantie als eine Wahrscheinlichkeit ist. Von monatlichen Bruttolöhnen um die 400 Euro kann allerdings niemand Kinder ernähren und diesen die auf dem heutigen Arbeitsmarkt notwendige Privatschule bezahlen, geschweige denn ein gebührenpflichtiges Hochschulstudium.

Man kann dazu stehen wie man will, aber es spricht sehr für das Verantwortungsgefühl junger Menschen, in diese katastrophale Welt nicht auch noch Kinder zu setzen.

Völkische Nationalisten sehen das allerdings ganz anders, immerhin haben in der faschistischen Ideologie Frauen die Pflicht, dem Vaterland Kinder zu schenken, zum Löhnesenken und Kriegverlieren, wie Erich Kästner treffend dichtete.

Da das Verantwortungsgefühl der jungen Frauen aber nicht durch billige "Du bist Deutschland"-Kampagnen zerschlagen werden kann, lassen sich die völkischen Nationalisten etwas anderes einfallen, die Gebärpflicht.

Nur wer dem Reich fleissig Kinder schenkt, soll noch Anspruch auf Rente haben, auch das Wahlrecht soll abhängig von der Zahl der geworfenen Bälger sein. Als nächste Stufe wird man vermutlich Boot-Camps (neudeutsch für KZ) für "kriminelle" Gebärverweigerinnen fordern, in denen diesen die Pflichten der deutschen Frau eingedrillt werden: ein Kind pro Jahr, ansonsten Haft.

Möchten Sie einer Diktatur, die Frauen zum Gebären zwingen will, auch noch ernsthaft Kinder schenken? Ich nicht, ich pflege fleißig den Geburtenrückgang!

 

Tipp 1: http://de.indymedia.org/2006/03/141419.shtml (Schrumpf-Deutschland)

Tipp 2: Wem gehört das Kapital?

Tipp 3: http://home.snafu.de/~bifff/IfSw3.htm (Eugenik schon unter dem Rot-Grün-Regime)

Tipp 4: http://home.snafu.de/bifff/ThBio.htm (Biopolitik, "sexuelle Emanzipation", "Neue Rechte" und Eugenik)

(Ergänzung vom 18.03.2006: Familienministerin Ursula von der Leyen, besser bekannt als "Karnickel-Uschi" sieht das Heil (sic!) der Gesellschaft schon abhängig von frömmelndem Beten. Ganz in der unseligen Tradition von "Kinder, Kirche, Küche" stehend, fordert sie laut N-TV die Erziehung der Kinder zu irrationaler Religiösität. Zu welchem Gott die zu Dümmelei erzogenen Untertanen beten sollen, um Armut, Unfreiheit und Perspektivlosigkeit zum Wohle der Bonzen besser zu ertragen, ließ Karnickel-Uschi offen. Der phosphorgrüne, nachtleuchtende Würfel in der Antarktis ließ jedoch schon verlautbaren, er stünde als Gott nicht für den hanebüchenen Unfug des religösen Kindesmißbrauchs zur Verfügung, und verbitte sich, zum Sklaven der Bonzen gemacht zu werden. Überhaupt störe jede Form von Gebet seine Ruhe.)

 


 

URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/kinderschwund.htm

 

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Christian Wetter 16.03.2006

 
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