home > Politik > Metro-Gruppe: Ausbeutung in der Tradition der SS?

Media-Markt feuert Gewerkschafter!

Bremen, 23. 10. 2006

Nach Informationen des ARD-Hörfunkstudio in Warschau wurde Andrzej Rosinski vom Danziger Media-Markt mit der schwammigen Begründung "disziplinarischer Gründe" gekündigt, nachdem er die Gründung eines in Demokratien selbstverständlichen Betriebsrates vorbereitete. Einem Gesprächsmitschnitt zufolge verlangte der Chef des Media-Marktes den Verzicht auf diesen Betriebsrat. Zitat: "Vor solcher Dummheit sollte euch euer gesunder Verstand schützen. Dabei verliert das ganze Team. Das muss klar sein. Das ganze Team, ohne Ausnahme." Zitatende

Als Herr Rosinski sich aus seiner Verantwortung der Demokratie gegenüber weigerte, vor der antidemokratischen Erpressung durch den zur Metro AG gehörenden Media-Markt auf die Knie zu fallen, wurde ihm kurzerhand gekündigt.

Seltsame Sitten und Gebräuche scheinen da in den Besitztümern der zu großen Teilen dem Mitglied der 1. SS-Panzerdivision 'Leibstandarte Adolf Hitler' Otto Beisheim gehörenden Metro AG zu herrschen! Eine Expertise über seine Zeit als aktiver Vollblutnazi hält das bayerische Kultusministerium aus leicht nachvollziehbaren Gründen unter Verschluss, Geheimsache! Müssten nicht Massenmorde und andere Verbrechen durch die Hand des Kapitalisten Otto Beisheims vertuscht werden, eine solche Vertuschung durch das bayerische Kultusministerium würde wohl keinen Sinn machen.

Die Geschichte der Metro AG begann 1964 mit der Gründung des ersten "Metro Cash & Carry" durch SS-Mitglied Otto Beisheim. An der nationalsozialistischen Ideologie der Ausbeutung durch Hungerlöhne und Zwangsarbeit ohne jede Arbeiterrechte scheint die Metro AG auch heute noch festzuhalten, wo Otto Beisheim ob seines Gerontenalters schon eher als Komposti denn als Grufti zu benennen wäre...

Kein Wunder, daß in heutiger Zeit manch ein Bewunderer des Nationalsozialismus auch in der BRD die Arbeitnehmerrechte und insbesondere die Betriebsräte als Bremsklötze bezeichnet, können sich doch ausschließlich Faschisten eine Welt ohne diese vorstellen und fordern!

Nicht nur die menschenverachtende Ausbeutung in den polnischen Besitztümern erweckt überdeutlich den Anschein direkt in der Tradition der Verbrechen der SS zu stehen, der einzige Grund für das Festhalten am asozialen Konkurrenzmodell des Kapitalismus scheint dessen logische Folge zu sein, die Staaten zur bedingslosen Konkurrenz und somit letzlich in den Krieg zu stürzen. Der sozialdarwinistische "Kampf ums Dasein", der die ideologische Grundlage für Kapitalismus und Faschismus bildet, führt in unausweichlicher Konsequenz stets und immer zum Krieg, auch im Atomzeitalter. Der faschistischen Barbarei der unbedingten Konkurrenz eine solidarische Kultur des Miteinander ersetzend entgegen zu setzen, ist die Aufgabe nicht nur meiner Generation; ein Versagen können wir uns nicht leisten, es wäre das Ende der Menschheit.

Historische Daten:

1933: Ende Mai sind im Reichsarbeitsdienst rund 240.000 Menschen beschäftigt (vgl. Ein-Euro-Jobs im Jahre 2005: über 350.000)

1933: am 1. Juni tritt Hitlers "Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit" in Kraft

1934: Hitlers "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit" vom 20. Januar befiehlt die Auflösung von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Betriebsräten

1934: Hitlers Verordnung über die Verteilung von Arbeitskräften vom 10. August beseitigt das Recht auf freie Arbeitsplatzwahl

1945: Bedingungslose Kapitulation, dutzende Millionen von Menschen bezahlten bis dahin Hitlers Wahn mit dem Leben, nicht nur Deutschland ist ein Trümmerhaufen

2018: ?

Tipp 1: Kultur am Scheideweg (Stattnetz-Artikel vom 20.11. 2003)

Tipp 2: Kapital und Faschismus (Stattnetz-Artikel vom 06.05.2005)

Tipp 3: Das Kapital schlägt zurück! - Glosse (Stattnetz-Artikel vom 11.08. 2004)

Tipp 4: Bremen: "Sozialsenatorin" Röpke (SPD) wegen vermeidbarem Tod des kleinen Kevin weg vom Fenster (Stattnetz-Artikel vom 13. 10. 2006)

Tipp 5: http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_AG

Tipp 6: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Beisheim

Tipp 7: Schröder und Konsorten wird es freuen: Bremer Soziologie-Professorin Sybille Tönnies sprach sich schon 1998 auf dem Gelände eines KZ für die Errichtung von Arbeitslagern aus! (externer Link, KEI, 2004)

Tipp 8: Ein-Euro-Job in der Tradition des Reichsarbeitsdienstes (externer Link, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, 2004)

 

P.S.: Bei vielen Produktbezeichnungen hat die Metro-AG auf dem Klageweg den Verzicht auf den Namensteil "Metro" erzwungen, nur bei "metrosexuell" sind bisher keine Klagen der 'Beisheimer' gekommen, wer Wilhelm Reichs psychoanalytische Schriften zur Massenpsychologie des Faschismus kennt, ahnt warum...

 


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Christian Wetter 23. 10. 2006

 
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