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Der Kampf der F.D.P. gegen die Menschenrechte

Bremen, 09.03.2006

Kaum trauen sich Beschäftigte in der BRD seit Jahrzehnten wieder verschämt durch einen auf Wunsch der Gewerkschaftsführer in seinen Forderungen so bescheidenen wie negationistischen Streik zu Wort, kann der F.D.P.-Plutokrat Brüderle die Demokratie in Deutschland nicht mehr ausstehen. Streikrecht, wo kommen wir denn da hin! Menschenrechte können doch, so denkt Brüderle, nicht für alle gelten, schließlich sind nur die oberen Zehntausend vollwertige Menschen, denen alle anderen als Sklaven zu dienen haben!

Nein, Menschenrechte, das ist nichts, mit dem die heutige F.D.P. sich anfreunden kann, wo soll denn sonst die Befriedigung der perversen sadistischen Neigungen der Großbonzen herkommen, wenn die Menschen nicht zu deren Erheiterung Höllenqualen und Hunger leiden? Womöglich käme es noch so weit, dass die Plutokraten offen zu ihrer perversen Sexualität stehen müssten und sich Sexualpartner suchen sollten, die Bock darauf hätten, zum Vergnügen der Reichen zu hungern, und dann, Thomas Dehler sei davor, auch noch ein Veto-Recht hätten! (Vermutlich allerdings rotiert der große Liberale Thomas Dehler angesichts der heutigen degenerierten F.D.P. längst alle freimaurerischen Notzeichen von sich gebend im Grabe)

Nein, dem muss seitens der feigen und perversen Plutokraten schnellstens ein Riegel vorgeschoben werden!

Als erstes her mit der Zwangsarbeit, weg mit dem Streikrecht. Schließlich haben ja auch die 350.000 Sklaven des Reichsarbeitsdienstes in ihren Ein-Euro-Jobs kein Streikrecht, Arbeit macht mal wieder so frei wie schon lange nicht mehr!

Nur ist die extremistische Splitterpartei der Plutokraten, die heutige F.D.P., nicht in der Lage, das ihr seit langem verhasste Grundgesetz über eine eigene Mehrheit abzuschaffen, da muss sie auf andere Kniffe zurückgreifen, um weiter zur Befriedigung der perversen Triebe ihrer Mitglieder und Förderer zu gelangen.

Wenn sie schon die Menschenrechte nicht ad hoc abschaffen kann, so kann sie wenigstens fordern, die Wahrnehmung der Menschenrechte zu besteuern!

Zur Gewöhnung an die Besteuerung der Menschenrechte fordert Brüderle denn auch prompt die Besteuerung des Streikrechts, wenn man Streiks schon nicht zur Belustigung der Bonzen verbieten kann, dann kann man wenigstens eine Streiksteuer einführen, mit deren Einnahmen man dann den Bonzen zumindest Ersatzbefriedigungen, z.B. den Besuch kommerzieller SM-Studios, finanzieren kann. Denn auch die perverseste Neigung macht keinen Spaß mehr, wenn die Beschäftigten von ihren Löhnen satt zu essen haben und sich dies auch noch als Menschenrecht durch das Menschenrecht des Streiks erkämpfen dürfen.

Nachdem die heutige F.D.P. jetzt schon die Besteuerung von Streiks über Abzüge auf das Streikgeld, welches ja aus Rücklagen der Beschäftigten aus oft schon mehrfach besteuerten Arbeitsentgelten besteht, fordert, werden andere Steuern mit Sicherheit folgen. Garantiert wird für Nicht-Bonzen bald die Atmungssteuer von den Plutokraten der degenerierten F.D.P. gefordert werden, auch die Wahlsteuer wird kommen, schließlich ist es für perverse Plutokraten nicht hinnehmbar, dass jeder arme Schlucker wählen darf. Meinungssteuer, Freizeitsteuer und Organisationssteuer für jene, die meinen ihre Menschenrechte durch Mitgliedschaft in politischen Organisationen zum Verdruss der perversen Plutokraten retten zu wollen, sind nur einige, die noch kommen werden, natürlich nebst Demo-Steuer, denn Demos sind auch so ein Menschenrecht, was es aus Sicht der Plutokraten wohl nicht mehr geben darf.

Wenn ich den Menschheitsfeind Brüderle und seine wohl nur noch als Perversenclub zu bezeichnende F.D.P. so an der Demokratie sägen sehe, fällt mir eine alte Katalogwerbung ein, "Baader kommt ganz groß in Mode". Warum eigentlich? Und wieso streift dabei Stauffenberg mit einer Aktentasche durch meine Gedanken?

P.S.: Noch könnte die F.D.P. ihren Namen retten, in dem sie Brüderle aus der Partei ausschließt. Wetten, dass das nicht geschieht?

 

Tipp 1: Aus Kenia: Entwicklungshilfe für Hartz IV-Opfer (externer Link, rbi-aktuell)

Tipp 2: Galoppierende Produktivität und eine Analyse der Konzepte des Ökonomen Jeremy Rifkín

Tipp 3: Fundsache: Forderungen

Tipp 4: Der positionslose Streik

Tipp 5: Völkerbund und Arbeit

Tipp 6: Was ist Finanzterrorismus?

Tipp 7: Grundeinkommen ist heute bereits ohne weiteres finanzierbar (externer Link, LinksZeitung)

Tipp 8: Kultur am Scheideweg


URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/steuerfetisch_fdp.htm

 

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Christian Wetter 09.03.2006

 
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