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Wahlprüfsteine
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Bremen, den 25.08.2005 |
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Pünktlich zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Zulassung der Neuwahlen am 18. September diesen Jahres hier nun Anregungen für Wahlprüfsteine. In den nächsten Tagen ist vermehrt mit Wahlkampfständen aller möglichen Parteien zu rechnen. Stellen Sie den Mitgliedern dieser Parteien doch mal ein paar Fragen, die es in sich haben: 1.: Können Sie und den Unterschied erklären zwischen den Wahlslogans a) "Sozial ist, was Arbeit schafft" und b) "Sozial ist, wer Arbeit schafft?" ( Slogan a) wird im laufenden Wahlkampf von der CSU plakatiert, Slogan b) wurde im Februar 1933 von Alfred Hugenberg für die "Kampffront Schwarz-Weiß-Rot", einem Zusammenschluss von Hugenbergs DNVP mit dem Frontsoldatenbund "Stahlhelm" für die letzte Reichstagswahl am 5. März 1933 annonciert. Der Pressemogul Hugenberg unterstützte in seiner Funktion als Vorsitzender der rechtsradikalen Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 und wurde erster Wirtschaftsminister Hitlers. Quelle: http://www.taz.de/pt/2002/08/16/a0023.nf/text ) 2.: Erläutern Sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von 1-Euro-Jobs und dem Reichsarbeitsdienst. 3.: Erläutern Sie, in welchem Rahmen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Zwangsarbeit erlaubt. 4.: Warum wird in der öffentlichen Diskussion seitens der Parteien nicht darauf hingewiesen, dass diese 1-Euro-Jobs eine staatliche Subventionierung für den Arbeitgeber in der Höhe des mehrfachen Auszahlungsbetrages an den Arbeitslosen darstellen? (der Arbeitgeber bekommt 500,- Euro pro Monat, dem Arbeitslosen werden hier in Bremen davon maximal rund 140,- Euro ausbezahlt) 5.: Wie stehen Sie zu der Tatsache, dass im Zuge dieser Reform Festangestellte entlassen und durch 1-Euro-Jobber ersetzt werden? ( Tipp: http://www.carmilo.de/index.php?showtopic=2649 (eine umfangreiche Darstellung zahlreicher Missbrauchsfälle ) 6.: In einer Rede anlässlich des 60. Gründungstages der CDU
sagte Frau Merkel wörtlich: "Denn wir haben wahrlich keinen
Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit." Die ganze Merkelrede: http://www.angela-merkel.de/termine/57_477.htm Die Passage, mit Frau Merkel sich außerhalb des Kreises der Demokraten stellte: "Politik ohne Angst. Politik mit Mut - das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen. Auch da sind wieder Widerstände zu überwinden. Es sind wieder Prioritäten zu setzen. Ist dem Wichtigen der Vorrang vor dem weniger Wichtigen zu geben. Viele in der Politik argumentieren ja oft und gerne mit Sachzwängen, die sie daran hinderten, dieses oder jenes genau jetzt zu tun. Ich will nicht näher bewerten, wie viel davon wahr ist oder wie viel Ausrede, aber ich sage klar: Für uns gibt es nur einen einzigen Sachzwang, dem wir unterliegen, und der heißt, Menschen in Arbeit zu bringen. Diesem Sachzwang hat sich alles unterzuordnen. Das ist die Priorität für CDU und CSU." Da es in Deutschland keine Möglichkeit gibt, die Demokratie mit friedlichen Mittel abzuschaffen, plant Frau Merkel logischer Weise Gewaltanwendung. Ihre Forderung nach Bundeswehreinsatz im Inneren dürfte in diesem Zusammenhang zu sehen sein. (Wie Bundeswehreinsätze verlaufen: http://www.freitag.de/2005/29/05290701.php Jürgen Rose: Kommando Spezialkiller) Dazu das Strafgesetzbuch: § 81 StGB Hochverrat gegen den Bund § 83 StGB Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens Ich denke, der Bezug auf § 83 StGB und nicht auf § 81 StGB in der Frage stellt eine Gnade gegenüber Frau Merkel dar, für die diese nicht dankbar genug sein kann. 7.: Immer größere Kreise der Öffentlichkeit und der Publizistik
vergleichen die jetzige Main - Stream - Politik mit der Politik der Regierung
Brüning und den Notverordnungen der Papen-Schleicher Regierung, die
letztendlich in Deutschland den Weg zum Faschismus ebnete. <Infos über den Weg in den Faschismus: http://www.jungewelt.de/2002/12-20/014.php 8.: Die gesetzgeberischen Bemühungen der letzen Jahrzehnte zur Reduzierung
der Arbeitslosigkeit sind durch ständig steigende Produktivität
und ständig sinkende Kaufkraft der Bevölkerung gescheitert.
Vollbeschäftigung bzw. "Arbeit für Alle" ist also
eine Utopie. <Tipp: "Die Wirtschaft befreit die Menschen von der Arbeit" http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/949236 Lesenswert, auch wenn Herrn Werners Finanzierungskonzept der Grundsicherung die Spekulationsgewinne auf den Finanzmärkten unberücksichtigt lässt.> 9.: In immer stärkerem Maße wird deutlich, dass Mittellosigkeit ein immer höheres Krankheitsrisiko darstellt. Auf welche Art und Weise wollen Sie ein kostenloses Gesundheitssystem für alle schaffen, um diesen eklatanten Missstand zu beheben? 10.: Wie gedenken Sie den Demokratiemangel des fehlenden Datenschutzes
bei der Bremer BAGIS zu beheben? 11.: Wie gedenken Sie den Demokratiemangel der ausschließlichen Selbstkontrolle der Ärztekammer zu beheben? 12.: EU-Abgeordnete bekommen bei Sitzungen für Übernachtung
und Verpflegung ein Tagegeld in Höhe von 262,- Euro. Gleichzeitig
können sie einen Reiskostenpauschale in Höhe von bis zu 500,-
Euro abrechnen. Insgesamt 762,- Euro pro Sitzungstag. Zusätzlich
zu ihrer Abgeordneten-Diät.
URL dieser Seite: http://www.stattnetz.de/politik/artikel/wahl_pruef.htm
Macht uns reich! Schenkt uns Geld!
© Christian Wetter und Renate Hammer 25.08. 2005 |
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